Dienstleistungserbringer

Dienstleistungserbringer sind ausländische Arbeitnehmer, die ohne Niederlassung (Wohnsitz), in der Schweiz arbeiten. 

EU/EFTA Bürger

Angehörige der EU-25 /EFTA Staaten, die als entsandte Arbeitnehmer/innen oder als selbständige Dienstleistungserbringer eine grenzüberschreitende Dienstleistung erbringen (Ausführung von Aufträgen oder Werkverträgen), können ihre Tätigkeit bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr bewilligungsfrei erbringen. Sie unterstehen jedoch den Bestimmungen des Online-Meldeverfahrens des Bundesamtes für Migration. 

Staatsangehörige aus Bulgarien und Rumänien unterstehen zurzeit noch einer Übergangsregelung. Für solche Arbeitnehmer/innen besteht eine Bewilligungspflicht, falls diese als selbständige Dienstleistungserbringer oder entsandte Arbeitnehmer in einer der vier speziellen Branchen tätig sind: Bauhaupt- und Neben­gewerbe, Gartenbau, industrielle Reinigung, Bewachungs- und Sicherheitsdienst. In den allgemeinen Dienstleistungsbranchen besteht hingegen nur die Pflicht zur Durchführung des Online-Meldeverfahren des Bundesamtes für Migration. 

Für Dienstleitungen, die 90 Tage überschreiten, bedarf es einer entsprechenden Bewilligung (keine Anwendung des Online-Meldeverfahrens).

Meldepflicht in reglementierten Berufen: 

In der Schweiz müssen EU-/EFTA Angehörige die geplante Dienstleistungserbringung in reglementierten Berufen vorgängig beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) melden.
Weitere Informationen und eine Liste der reglementierten Berufen finden Sie hier

Angehörige aus Drittstaaten

Angehörige aus Drittstaaten müssen sich per online-Meldeverfahren in der Schweiz registrieren, wenn sie von einem Unternehmen mit Sitz in einem EU-25/EFTA-Staat zur Erbringung einer Dienstleistung (Ausführung von Aufträgen oder Werkverträgen) für nicht länger als 90 Tagen pro Kalenderjahr in die Schweiz entsandt werden. Darüber hinaus müssen Drittstaatenangehörige vor der Entsendung in die Schweiz bereits dauerhaft auf dem regulären Arbeitsmarkt eines Mitgliedstaates der EU-25 oder der EFTA zugelassen gewesen sein.

Angehörige aus Drittstaaten, die von einem Unternehmen mit Sitz in der EU-2 (Bulgarien, Rumänien) entsandt werden und in den vier speziellen Sektoren tätig sind: Bauhaupt- und -neben­gewerbe, Gartenbau, industrielle Reinigung sowie Bewachungs- und Sicherheitsdienst, benötigen eine Bewilligung.
Für Dienstleitungen, die 90 Tage überschreiten, bedarf es einer entsprechenden Bewilligung (keine Anwendung des online-Meldeverfahrens).
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